Freitag, 9. November 2012

USA verwirken Anspruch auf Demokratie


Sechs Milliarden (!) Dollar für verlogenen, gehässigen Wahlkampf als Mega-Show zur Euphorisierung eines in großen Teilen indifferenten Volkes, das trotz  dieses „Hypes“ fast zur Hälfte kein Interesse hat und zu Hause bleibt. (Genaue Zahlen über die Wahlbeteiligung sind in dem High Tech Land erst nach Wochen erhältlich, bedeutungsschwere Wahlanalysen freilich vorher.)

Der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika ist keinesfalls ein vom Volk frei gewählter Mann, sondern aufgrund seiner finanziellen Aufstellung im Wahlkampf eine Marionette des Kapitals und weiterer mächtiger Interessenverbände.

Barack Obama ging also erneut als Sieger aus dem Schmierentheater hervor. Seine Fußvolkanhänger gröhlen überschäumend in die Kameras und wissen mit Sicherheit aber auch gar nichts von Politik, geschweige denn Geografie, aber Amerika ist top.
Der neue alte Präsident empfindet die USA in Gottes Gnade als das großartigste Land der Welt, liebt seine Frau mehr als je zuvor (Steigerung seit der letzten Wahl?) und sieht wohlgefällig seine Töchter heranreifen zu schönen erfolgreichen Persönlichkeiten.

Ob sie sich je ein Bild davon machen können, wie es Kindern und Jugendlichen in Ländern ergeht, welche die USA als „Weltpolizist“ in beispielloser Häufigkeit und Grausamkeit mit Krieg überziehen?
Ob sie je erkennen, dass in ihrem Land lügende Kriegsverbrecher (Bush und Konsorten) unbehelligt bleiben?
Ob ihnen je klar wird, dass ihr Land seine Interessen perfide mit unbemannten Drohnen mordend durchsetzt, dass diese glorreiche Nation besonders im Ausland (Guantanamo, etc.) ihre eigenen Gesetze und die Menschenrechte bricht?

Ach ja, und der großmäulig dilettantische, unterlegene Herausforderer: Der betet jetzt zum Wohle der „einigen“ Nation für den Präsidenten und seine Helferteams! (Hoffentlich liebt der so Fromme auch jetzt in der Niederlage noch seine Frau.)

Unisono spielen die kritikunfähigen Medien in dieser so ernüchternd traurigen Wahlkampfposse eine Hauptrolle, denn ihre Macher stammen aus denselben politischen Lagern und verdienen prächtig an der Schaumschlägerei.

Tatsächlich ist Amerika eine gespaltene Nation, Arm und Reich divergieren mehr und mehr, die Infrastruktur des Landes entspricht nicht den Standards der Elite-Hochschulen und der Prestige-Unternehmen. Gleichberechtigung stellt sich im sozialen Alltag als Worthülse dar.

Die Weltmacht ertrinkt in Staatsschulden ungekannten Ausmaßes und kann ihre globale Macht nur deshalb noch behaupten, weil die anderen Machtzentren der Welt ebenbürtig oder noch ärger verkommen sind.

Es geht keineswegs um einseitige Kritik an den USA und schon gar nicht um Antiamerikanismus, sondern um die Verwirklichung von Demokratie und Menschenrechten.
Wenn die so abgewirtschafteten USA weiterhin und gewohnheitsmäßig als „Musterland der Demokratie“ gehandelt werden, dann steht die Menschheit vor einem Scherbenhaufen aufklärerischer Bemühungen, hervorgerufen durch eine niederschmetternde Volksverblödung auf allen Ebenen.

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