Montag, 27. August 2012

Sequenzen von Skepsis (113)


Aphorismen zum Nachdenken und Zitieren:

1465
Es liegt nicht in der Absicht des Systems, reine Nachrichten zu übermitteln, sondern Inhalte zu manipulieren und sie zu streuen. So erzeugt man Systemtreue auf der Basis von Gutgläubigkeit, Gedankenlosigkeit einerseits und mit dem Spiel von Angsterzeugung und Verunsicherung andererseits.

1466
Die Masse ist anonym und im weitesten Sinne nicht einmal schuldfähig. – Schwarze Schafe ausgenommen.

1467
Der Massenmensch ist nicht mein Adressat. Seine leichtgläubige Wahrnehmung weiß kaum etwas, denn er verdrängt und lebt unter Wissensverweigerung.

1468
Staaten, die sich einzäunen und ummauern, gestehen vorder- und hintergründig ihr menschliches Versagen aus eigener Schwäche.

1469
Abschalten meint nicht ausschalten, vielmehr beruhigende Distanz, entspannte Abwesenheit, um sich bei passender Gelegenheit selbst bestimmt wieder einzuschalten.

1470
Der Dummheit unterliegen wir alle, der Unterschied besteht im „Wie oft?“.

1471
Dummheit als Schimpfwort zu verwenden, wird schnell zum Bumerang.

1472
Jede Ideologie kreist um sich selbst,
kehrt zurück zu ihrem Ursprung,
zur Idiotie.

1473
„Im Gleichschritt, marsch!“
Zum Morden befohlen,
zum Sterben verpflichtet.

1474
Als Pazifist erschlage ich alle eure Kriegsargumente.
Ihr aber seid in der Überzahl und so weiter ... .

1475
Beim Stillstehen kneift der Militär den Hintern zusammen.
Ist das nicht rührend?
Bald merkt das auch der Kommandeur und brüllt:
„Rührt euch!“

1476
Die Füße im Knobelbecher,
auf den Schultern Pickel und Warzen,
das Gehirn stahlhelmisch verhütet,
die Persönlichkeit im Eimer,
so schießt der Militär durch die Welt.

1477
Der Militär paradiert auch als Weib.

1478
Ziel der philosophischen Hinterfragung ist eine Antwort, nicht die Antwort.




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