Mittwoch, 14. Dezember 2011

Sequenzen von Skepsis (88)


Aphorismen zum Nachdenken und zum Zitieren:

1151
Flacher Sonnenstand im Winter blendet, zeichnet lange Schatten auch von Melancholie, bis der kalte Sternenhimmel die Abendstimmung einzigartig aufhellt und erwärmt.

1152
Hymnentexte! Eine pathetische Übertönung von allzu oft grauenhaftem Patriotismus.

1153
Der so unfertige Mensch bewegt sich im Nebel und sieht kein Ende im aufwallenden Irrationalismus.

1154
Wer die Sexual(un)moral bestimmt, ist der eigentliche Herrscher.

1155
Kosmonome Freiheit erkennt den intelligenten Auftrag, den sich das evolutionäre Leben gibt, Würde zu etablieren und zu bewahren.

1156
Oft kreiert die Natur ein Optimum, keineswegs das subjektive und modische Ideal.

1157
Mein Blick zum gestirnten Firmament ist glasklar, sternenklar und aufgeklärt:
Lupenreine Spiritualität, frei von esoterischen Nebeln und religiösen Dunkelwolken.

1158
Der kosmonome Mensch beschränkt sich nicht auf Brot und Spiele, er nutzt die Zeit zur Besinnung, verinnerlicht Natur, erhebt den Blick zum Firmament und findet zu sich, auch in Zweisamkeit, im Freundeskreis und in der Welt.

1159
In frühen Jahren schaut man auf, denkt senkrecht entlang von engen Zielgeraden. Später dann gehen Gedanken in die Hochebene mit Überblick bis ans Grenzenlose. Hier und dann erst beginnt man zu verstehen, intensiver sich selbst, bescheiden nur die Welt.

1160
Dummheit kreischt im Aktionismus und verhindert Besonnenheit.

1161
Befreitem Denken zu folgen, es zu üben, zu entwerfen, daran zu feilen, zu formulieren, abseits vom Banalen, wann immer, wo auch immer, bedeutet Heimat.

1162
Globales Bevölkerungswachstum verstärkt weltweites Konfliktpotential.


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