Dienstag, 20. Dezember 2011

Keine kosmonomische Ordnung in Paderborn


Mein Freund Daniel Dragomirescu aus Rumänien, auch Herausgeber des Magazins Contemporary Literary Horizon, begann eine seiner neulichen E-Mails mit dem Satz:
„Ich hoffe, alles ist im Lot in der kosmonomischen Ordnung von Paderborn!“

Ich nutze diese Gelegenheit hier für eine kurze Beschreibung meiner Lage, verdeutlicht durch meine Antwort:
„Es gibt keine kosmonomische Ordnung in Paderborn“ :>), denn Paderborn ist eine der katholischsten Gegenden Deutschlands und meine kosmonomische Philosophie hat keine Chance, in den hiesigen Medien auch nur Erwähnung zu finden.

Sogar mit meinen persönlichen Freunden kann ich nicht über Kosmonomie diskutieren, die meisten von ihnen haben ihre kulturellen Wurzeln in den christlichen Kirchen, an die sie sich mehr oder weniger eng gebunden fühlen. – Irgendwie komme ich mir vor wie ein „Außerirdischer“.

Von Religion frei zu sein, würde noch von den meisten Leuten akzeptiert werden, aber mehr noch, kein Nationalist oder Patriot zu sein, als Pazifist und Kosmopolit zu denken, nicht den Massenmedien ihre Lügen über die Ursachen des Klimawandels und der Pandemien abzunehmen, zusätzlich die kapitalistische Ausbeutung und ihre Verursachung von Terrorismus zu kritisieren, bessere Bildungs- und Gesundheitskonzepte zu fordern, etc. etc. – das alles zusammen ist zu viel für meine Mitbürger.

So , mein lieber Freund Daniel, musst Du zur Kenntnis nehmen, dass ich nicht als repräsentativer Vertreter des aktuellen Deutschlands gelten kann, die weitaus größere Mehrheit der Deutschen denkt anders – falls sie überhaupt denkt (!!!!)“.


Daniels Antwort:
„Sehr interessante Informationen zu Deiner Situation in einer so katholischen Region wie Paderborn.
Und ich glaube, Du hast Recht in der Betrachtung dieser befremdlichen Lage.
Unglücklicherweise sind wir weit davon entfernt, „in der bestmöglichen Welt zu leben“.
Der gegenwärtige Trend zur Astrologie und zu mittelalterlichem Aberglauben und so weiter ist seltsam und inakzeptabel für jede Person, die das freie Denken bevorzugt.“

Im Folgenden geht Daniel auf die Anthologie 2 ein, die er in diesen Tagen veröffentlicht:

„Ja, ich denke, für die Anthologie 2 wählen wir Deinen Aufsatz über den „Nazi-Totalitarismus“ aus. Dann könntest Du versuchen, einen Teil 2 dieses Essays über den gerissenen Neototalitarismus unserer Tage zu schreiben (Du bist eines seiner „Opfer“).“


Inzwischen freue ich mich sehr darüber, dass mehr und mehr Leute aus aller Welt meine Internet-Seite besuchen.



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