Samstag, 28. Mai 2011

Sequenzen von Skepsis (67)

Aphorismen zum Nachdenken und zum Zitieren:

836
Nichts da mit Ewigkeit, einer verklärenden Fata Morgana!
Ich schöpfe Kraft aus der Zeitlichkeit, lebe jetzt und hier,
reifend bewusster und gelassener.
Niemand muss mich fürchten,
aber auch ich fürchte immer weniger.
Es ist meine Zeit, solange ich bin.

837
Angst geht gerne grundlos auf Flugreisen.

838
Ein wirklich schöner Abend kostet aus,
schmeichelt der Nacht und vergoldet das Morgenrot.

839
Über Jung und Alt wird so viel philosophiert, dass ich mich enthalte.
Aus Neutralität.

840
Größe komponiert sich aus Kleinigkeiten.

841
Urlaub genießt die Arbeit der anderen.

842
Es braucht verdammt viel Weisheit, den Tag als Sekunde des Lebens zu begreifen. Meist gelingt das erst in der erinnernden Rückschau, um einzusehen, dass man die Uhr zu oft flüchtig, sogar falsch abgelesen hat.

843
Nicht nur man selbst, alles Umfeld altert.
Das will verkraftet sein, Alter!

844
In der gängigen Pornografiertheit stellt sich die ungenierte Abwertung des Körpers zur Schau, lebt sich die gestaute Sexualfeindlichkeit aus.

845
Wahrnehmen, erkennen, gestalten; das ist Perspektive.
Sie scheitert oft schon am ersten Kriterium.

846
Eines der einträglichsten Geschäfte ist das des Angsteinflößers.

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© Raymond Walden, www.raymond-walden.blogspot.com


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Evolutionär gesellschaftskritisch, kosmonomisch weltoffen:

Raymond Walden: Menschliches Glauben

Novumverlag, 220 S. 16,90 €, überall im Buchhandel

Siehe auch Monatsarchive August 2008 und Februar 2010.

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